Acholshausen, heute ein Ortsteil von Gaukönigshofen

Sechs jüdische Bürgerinnen und Bürger lebten 1933 in Acholshausen. Ihre Kultusgemeinde war 1919 aufgelöst und an Gaukönigshofen angeschlossen worden. Die ersten jüdischen Bewohner des Ortes werden bereits Ende des 16. Jahrhunderts erwähnt. Im 19. Jahrhundert gab es eine kleine jüdische Gemeinde. Zu ihr gehörten 1817 neun Haushalte in überwiegend bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte sank die Zahl der jüdischen Einwohner des Ortes kontinuierlich. Die Menschen suchten sich neue Wohnorte mit größerem wirtschaftlichem Potential.

Nach 1933 verließen vier Personen den Ort. Zwei von ihnen wurden aus Unterfranken deportiert, ebenso die letzten beiden jüdischen Bewohner in Acholshausen.

Der Koffer in Gaukönigshofen erinnert auch an die deportierten Jüdinnen und Juden aus Acholshausen. Ein zweiter Koffer steht in Würzburg und bildet zusammen mit denen anderer Kommunen den “DenkOrt Deportationen” vor dem Hauptbahnhof. Siehe Grundinformationen zu den jüdischen Gemeinden und zum “DenkOrt”.

Informationen zum Standort des Koffers in Gaukönigshofen folgen zu gegebener Zeit.

Ausführlichere Informationen zum jüdischen Wohnort Acholshausen
Quellen zu den Gemeindeartikeln

Shoa-Opfer, die 1933 in Acholshausen lebten

Adolf Bach (1874 – 1942)
Sara Krebs, geb. Weil (1897 – 1942)
Betti Weil, geb. Kuhn (1906 – 1942)
Moritz Weil (1898 – 1942)